„Adfection derer Cörper“: Empirische Studie zu den Farben in by Toni Bernhart

By Toni Bernhart

Was bedeutet die Farbe und wie sieht sie aus? Vor allem aber: Welcher Weg führt zu dem Ergebnis, dass die Farbe dieses oder jenes bedeutet?

Toni Bernhart entwickelt anhand der Romane und Erzählungen von Hans Henny Jahnn ein examine- und Interpretationsmodell für die sprach- und literaturwissenschaftliche Farbforschung. Er stellt die anhaltende Ablehnung sprachstatistischer Verfahren in der Philologie infrage und weist nach, dass quantitative Methoden nicht nur das Denotative, sondern auch das Konnotative erhellen. So zeigt sich, dass vor allem der menschliche Körper die Semantik der jahnnschen Farbbegriffe konstituiert. Darüber hinaus ist diese Studie ein Beitrag zur Farbkombinatorik des Deutschen und ein Brückenschlag zwischen universalsprachlicher und relativistischer Farbtheorie.

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120 Schelling (1966), S. 153. 121 Schelling (1966), S. 155. 122 Schelling (1966), S. 153. 123 Schelling (1966), S. 155. 124 Schelling (1966), S. 158. 125 Schelling (1966), S. 158. 5. Andere ausgewiihlte Farbkataloge 31 Wanne und das Positive mit Rot und Gelb. 126 Wahrscheinlich sind Schellings Paarreihen von Goethe inspiriert, den er mehrmals anerkennend erwahnt. 127 Goethe gegenuber kritisch auBert sich Arthur Schopenhauer in seinem Traktat "iller das Sehen und die Farben", das 1816 erscheint.

21-24. I30Schopenhauer (1948), S. 25. 131 Schema nach Schopenhauer (1948), S. 34. 132 Schopenhauer (1948), S. 34. 133 Schopenhauer (1948), S. 34-35. 134 Schopenhauer (1948), S. 35-36. 32 I. 135 Hiennit erfahrt auch der Titel dieser Arbeit eine Erweiterung. "Adfection derer Corper"136 konnte ein gemeinsames Motto fUr Leonardo und Goethe sein. Mit ,,Affektionen des Auges" umschreibt Schopenhauer die Farben; Schelling liegt irgendwo dazwischen. Die These, dass es nur ebendie sechs Farben Violett, Blau, GrUn, Roth, Orange und Gelb geben kann, untennauert Schopenhauer durch eine (universal)sprachliche Beobachtung, die an Gipper und BeriinIKay denken lasst.

Dnd diese leistet, was man sich oft mit Dnrecht von einer Theorie erwartet hat. 147 Der Sprachphilosoph spurt dabei scharfund genau die Bruchstellen in der Farbvorstellung und der spracWichen Farbdarstellung auf. Der Stein des Anstolles ist fur ihn vor aHem Goethe. Wer mit Goethe ubereinstimmt, tindet, Goethe habe die Natur der Farbe richtig erkannt. Dnd Natur ist hier nicht, was aus Experimenten hervorgeht, sondem sie Iiegt im Begriff der Farbe. 148 Sprachliche Farben darf man mit den sichtbaren nicht gleichsetzen: Denn uber die Begriffe der Farben wird man durch Schauen nicht belehrt.

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