Aus der Werkstatt der Psychoanalytiker by Hubert Speidel (auth.), Hubert Speidel (eds.)

By Hubert Speidel (auth.), Hubert Speidel (eds.)

Die Psychoanalyse, über die Jahrzehnte immer wieder für veraltet erklärt und gar totgesagt, erweist sich bis heute als vitale, produktive und in vieler Hinsicht unentbehrliche Denkrichtung, die zuletzt auch den jüngsten Angriffen behavioristischer Psychotherapiekritiker erfolgreich widerstanden hat. Ihre Bedeutung ragt von Anfang an und bis heute weit über das Feld der Psychotherapie hinaus und leistet wichtige Beiträge, u.a. zur allgemeinen Psychologie, zur Soziologie, zur Anthropologie, zur Ethnologie, zur Religionswissenschaft, zur Literatur, zur bildenden Kunst und zur Politik. Eine systematisch-enzyklopädische Darstellung ihres Wirkungsbereiches erscheint deshalb nahezu unmöglich und wurde auch seit ihren Anfängen kaum je wieder versucht. Das vorliegende Buch verfolgt den Weg der exemplarischen Darstellung eines breiten Spektrums psychoanalytischer Wirkungsfelder und soll damit ein lebendiges, aktuelles Bild ihrer Möglichkeiten vermitteln.

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Vermutlich im Zusammenhang mit den geäußerten weichen Gefiihlen und Wünschen nach Versorgtsein stieg in Robert die Angst vor Schutzlosigkeit - Erinnerungen an die Mutter wurden wiederbelebt. Zunächst formulierte er, er habe Angst, er könne seine Mutter (fiir ihn gleichbedeutend mit töten) hassen. Später aber bemerkte er: "In der Nähe meiner Mutter fiihlte ich mich wie sprachgelähmt. " In einem Traum wollte er sprechen, stattdessen mußte er würgen und erbrechen. Gleichzeitig bestand eine virulente Symptomatik mit Freßattacken, Asthmaanfällen und Luftnot.

1971 Langs R (1989) Die Angst vor validen Deutungen und vor einem festen Rahmen. Forum der Psychoanalyse 5:1-18 Lichtenberg JD (1991) Motivational-funktionale Systeme als psychische Strukturen. Forum der Psychoanalyse 7:85-97 Mentzos St (1982) Neurotische Konfliktverarbeitung. S. Fischer. M. 1984 Sandler J (1982) Unbewußte Wünsche und menschliche Beziehungen. Psyche 1,36:59-74 Wurmser L (1987) Flucht vor dem Gewissen. Springer. Berlin-Heidelberg-New York. 41 Zusammenhänge zwischen innerem und äußerem Konflikt Ingrid Baumert Die Psychoanalyse hat das Verdienst, den Menschen erstmals als ein System mit großer innerpsychischer Konfliktdynamik aufgefaßt zu haben.

5. Der fünfte Grundkonflikt umspannt die anstehende Entwicklung der Genitalität und Identität gegenüber infantilen Bindungen und Identitätsdiffusion. Statt Stufen beschreibt Mentzos diese fünf Grundkonflikte, die sich aber auch in einer zeitlichen Abfolge entwickeln. Erikson hat die Idee der entwicklungsbedingten Aufgaben, Krisen und Konflikte auf drei weitere Lebensstufen ausgedehnt. 6. Im Spannungsfeld zwischen Intimität, Solidarität und Isolierung (junge Erwachsene) Geklärte Identität erlaubt tragfeste Partnerschaft und Intimität.

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