Barack Obama und die Macht der Worte by Jürgen Weibler

By Jürgen Weibler

Barack Obama hat eine Welle der Faszination ausgelöst. Wie wenige vor ihm hat er durch die Kraft seiner Reden und seine körperliche Präsenz die Weltöffentlichkeit in seinen Bann gezogen. Dieser Band geht dem Phänomen auf den Grund. Fachleute aus verschiedenen Disziplinen versuchen, das "Erfolgsgeheimnis" der Weltperson Obama und seiner beispiellosen Kampagne zu deuten und zu entschlüsseln.
Dabei liefert der Band auch grundlegende Einsichten für eine professionelle Kommunikation und eine erfolgreiche Führung.

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Problematisch hingegen wäre hier eine Sucht, wobei nicht eindeutig ist, ob diese tatsächlich zu den natürlichen Hindernissen zu rechnen ist oder zu den sozialen bzw. gleich zu mangelnden Voraussetzungen von Freiheit allgemein. Jedenfalls ist jemand, der unter Magersucht oder Bulimie leidet, in seinem Essverhalten nicht frei und selbstbestimmt, sondern auf eine bestimmte Wahl festgelegt, in diesem Fall nichts zu essen oder das Gegessene zu erbrechen. Ein anderer Fall ist, wie bereits erwähnt, die umstrittene Übersetzung des Begriffs Adipositas mit Fettsucht.

Sehr komplexen Einflüsse ist oft von Essen als einem „Totalphänomen“ die Rede. „[I]hm liegt ein Gewebe aus Werten, Tabus, religiösen Pflichten und Verboten zugrunde, ein feines Flechtwerk der Erfahrungen, Traditionen, der familiären, dörflichen, regionalen, nationalen Überlieferung und Mythisierung, und es spielt dabei keine Rolle, wie bewusst sich der einzelne Esser solcher Phänomene ist: Sie sitzen so oder so immer mit am Tisch, sie liegen immer mit auf dem Teller, und mit jedem Gabelbissen werden sie zum Munde geführt und einverleibt.

31 Das einschlägige Argument sind hier zum Beispiel die Gesundheitskosten, die für die Allgemeinheit in einem Staat entstehen, der über soziale Sicherungssysteme – wie eben die solidarisch organisierten gesetzlichen Krankenkassen – Daseinsrisiken auffangen will. Bedeutet das dann automatisch, dass, wenn es solidarisch organisierte Krankenkassen gibt, Übergewicht und darüber dann auch die individuelle Ernährungsweise, die ja eindeutig eine der Ursachen für Übergewicht darstellt, nicht mehr zum Bereich des Privaten zählt und so auch nicht von staatlichen oder gesellschaftlichen Einsprüchen geschützt werden muss?

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