Bildungsund- und Berufserfolge junger Migranten: by Olga Siminovskaia

By Olga Siminovskaia

Olga Siminovskaia analysiert den Eingliederungserfolg der Gastarbeiternachkommen. Dieser stellt vor dem Hintergrund der immer noch vorhandenen Integrationsdefizite ausländischer Jugendlicher ein hoch aktuelles challenge und Gegenstand eines anhaltenden öffentlichen und politischen Diskurses dar. Die Autorin greift das Thema der Bildungs- und Berufserfolge junger Migranten auf und untersucht sie anhand eines Vergleichs von zwei Kohorten der zweiten Gastarbeitergeneration, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in Deutschland aufwachsen.

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Ulusoy/Siebert (2001: 355) schildern die Entwicklung der Selbstständigkeit bei der türkischen Population in Deutschland, die auch weiterhin eine hohe Attraktivität als Berufsperspektive hat, und die damit verbundenen Integrationsvorteile der betroffenen Zielgruppe. Die Zahl der türkischen Selbstständigen erhöht sich nahezu doppelt so schnell wie die Bevölkerungszahl. Die meisten türkischen Selbstständigen sind Angehörige der zweiten Generation. Da Selbstständigkeit eine langfristige Investition und somit auch eine langfristige Verbundenheit mit dem Unternehmensstandort voraussetzt, ist die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit unter den selbstständigen Türken überdurchschnittlich verbreitet.

Auf lange Sicht läuft es demnach auf eine Auflösung der unterschiedlichen Ethnien in den drei Hauptreligionen („triple melting pot“) – Protestantismus, Katholizismus und Judaismus – hinaus; eine Assimilation entlang der ethnischen Linien hat somit nur eine nachgelagerte Bedeutung. Das Gedankengut von Kennedy findet eine Fortsetzung in dem an die ökologische Sequenz angelehnten Drei-Phasen-Modell von Glazer und Moynihan (1963), das die Entstehungs- bzw. Entwicklungsgeschichte der ethnischen Gruppierungen in New York City festhält.

Im Jahre 1992 fand mit der Gründung der Sektion „Migration und ethnische Minderheiten“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie die Institutionalisierung dieses Fachgebiets statt. Als erster Soziologe im deutschsprachigen Raum analysierte Hoffmann-Novotny (1973) in seiner Wanderungstheorie das Fremdarbeiterproblem. Er führte 49 die Begriffe „Macht“ als reale Ressourcenverfügung und „Prestige“ als beanspruchte Ressourcenverfügung ein und postulierte, dass die ungleiche Verteilung von Macht und Prestige innerhalb eines Sozialsystems strukturelle Spannungen hervorruft, die durch die Migration der betroffenen Menschen oder Gruppen von Menschen in ein Sozialsystem mit geringeren Spannungen kompensiert werden können.

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