Circles of Support: Eine empirische Netzwerkanalyse by Alina Kirschniok

By Alina Kirschniok

Das Netzwerkkonzept erhält in den unterschiedlichsten Forschungsrichtungen zunehmend Aufmerksamkeit. Im rehabilitationswissenschaftlichen Bereich wird die Netzwerkperspektive bislang nur unzureichend berücksichtigt. Die vorgelegte Studie führt die Netzwerkanalyse als empirisches Erhebungsinstrument zur Beschreibung sozialer Strukturen und ihrer Eigenschaften in den rehabilitationswissenschaftlichen Diskurs ein.
Die qualitativ ausgerichtete Studie nimmt das Dortmunder Beispiel der Circles of help für Menschen mit autistischem Kontinuum in den Blick und untersucht unter netzwerkanalytischen Gesichtspunkten deren strukturelle und inhaltliche Merkmale. Mit der Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring werden sowohl COS-relevante Berichte und Protokolle als auch die mit 17 Personen durchgeführten problemzentrierten Interviews sowie vorliegende standardisierte Fragebögen ausgewertet. Die Ergebnisse werden auf Erkenntnisse der Netzwerk-, Unterstützungs- und Behinderungsforschung bezogen und hinsichtlich ihrer Konsequenzen für Forschung und Praxis diskutiert.

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Aus ökosystemischer Sicht, in der sich die Strukturen der Umwelt „als eine ineinandergeschachtelte Anordnung konzentrischer, jeweils von der nächsten umschlossener Strukturen“ darstellen (Bronfenbrenner 1981: 38), sieht Bronfenbrenner (vgl. 1976: 203) das Netzwerk-Konzept als System überschreitender Beziehungen zwischen den Mikro-, Meso-, Exo- und MakroBereichen. Auch Berger und Neuhaus konzipieren Netzwerke als „solche Institutionen, die zwischen dem Individuum in seinem privaten Leben und den großen Institutionen des öffentlichen Lebens stehen“ (1977: 2).

Es lassen sich darin eher Begriffe wie (fehlende) Selbstdisziplin, -kontrolle, -stimulation, -regulation und -beherrschung finden. In der vom Bundesverband autismus Deutschland e. V. herausgegebenen Zeitschrift „autismus“ reflektiert einzig Prof. Dr. Seidel (2006) die Selbstbestimmung für Menschen mit Autismus vor dem Hintergrund der aktuellen Selbstbestimmungsdiskussion in Deutschland und hinterfragt den Gewinn bzw. Verlust der Selbstbestimmung durch die Strukturierung des Alltags von Menschen mit Autismus.

Hierzu Theunissen 2002). Es sind 41 demnach Umbrüche auf den Ebenen der Politik, Wissenschaft und Praxis im Kontext der Behindertenhilfe zu verzeichnen. Dieser Prozess wurde maßgeblich durch die Forderung der Selbsthilfebewegung und der Selbstbestimmt-LebenBewegung von behinderten Menschen beeinflusst (vgl. Loeken/Windisch 2005). Theunissen beschreibt den Prozess folgendermaßen: „Ausgelöst durch die Empowerment-Bewegungen, die maßgeblich zur Stärkung der Rechte und zur gesetzlichen Gleichstellung behinderter Menschen beigetragen haben, hat sich in den letzten Jahren quasi parallel dazu auch im Verständnis von Behinderung eine Veränderung vollzogen.

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