Computersimulationen und sozialpädagogische Praxis: by Matthias Herrmann

By Matthias Herrmann

Im Kontext der stationären Jugendhilfe gehört Gewalt mittlerweile zum Alltag. Die in diesem Handlungsfeld arbeitenden Pädagogen stehen gewalttätigem Verhalten oft hilflos gegenüber, da existierende Analysen und Hilfeansätze häufig unzureichend sind. Computersimulationsprogramme könnten hier Abhilfe schaffen. Matthias Herrmann stellt die praktische Anwendung von Computersimulationsprogrammen vor, die von der Forschungsgruppe COBASC (Computer dependent research of Social Complexity) um Prof. Dr. Jürgen Klüver entwickelt wurde. Er zeigt, dass Simulationstechniken für sozialwissenschaftliche und insbesondere sozialpädagogische Problemstellungen adäquate examine- und Steuerungsinstrumente darstellen. Die praktische Anwendung des sogenannten „Soft Computing“ erfolgt durch die Simulation einer realen Gruppe von Jugendlichen innerhalb einer Einrichtung der stationären Jugendhilfe.

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Mit unterschiedlichen Ebenen ist hier gemeint, dass sowohl soziale als auch kognitive bzw. emotionale Prozesse erfolgreich simuliert werden können. Das heißt konkret, dass hier exemplarisch veranschaulicht werden soll, dass sowohl das äußerlich beobachtete Gruppenverhalten als auch das was bei Interaktionsprozessen „in“ den einzelnen Akteuren vor sich geht erfolgreich simuliert werden kann. B. Jugendgruppen, als auch einzelne Individuen umfasst. Die beiden Experimentbeispiele sind aus einer Arbeit von Klüver u.

Auch hier ist anzuführen, dass diese Paare, aus dem Grund wie die zuvor genannte Subgruppe, nicht völlig von Interaktionen mit der Restgruppe ausgeschlossen sind. Dennoch sind diese Paarungen, auf Grund ihrer häufigen – paarinternen Interaktion, als Interaktionseinheiten zu erkennen. Die Außenseiter der Gruppe sind, nach diesen Beobachtungsergebnissen zu urteilen, die Mitglieder 1, 3, 9 und 10. Sie hatten mit keinem anderen Mitglied häufige Interaktionen (> 7). Bei 1 und 3 ist dabei aber noch eine mäßig hohe Gesamtinteraktionshäufigkeit zu erkennen.

Da aber Jugendliche oft auf eine Art und Weise interagieren (flüchtige, milieuinterne Blicke und Bewegungen), die der außen stehende, soziolektfremde nicht immer als Interaktion wertet, befürchte ich, dass mir ein Teil der Interaktionen schlicht nicht als solche aufgefallen sein könnte. Dazu kommen natürlich noch die Interaktionen, die ich einfach nicht beobachten konnte, weil ich sie nicht sah. Man kann eben, auch wenn man sich sehr anstrengt, seine Blicke nicht auf alles gleichzeitig richten.

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