Das Geschlecht der Bildung — Die Bildung der Geschlechter by Christine Mayer (auth.), Britta L. Behm, Gesa Heinrichs,

By Christine Mayer (auth.), Britta L. Behm, Gesa Heinrichs, Holger Tiedemann (eds.)

Moderne Bildungskonzeptionen sind, so der erste Anschein, geschlechtslos. Aus der prinzipiell gleichartigen "Natur" der Menschen folgt nicht nur ein (a-geschlechtliches) gleiches Recht auf Bildung, auch die avisierten Bildungsziele scheinen weitgehend davon zu abstrahieren, ob eine Frau oder ein Mann bildet bzw. gebildet wird. In jüngerer Zeit ist dieser erste Anschein zunehmend aus unterschiedlichen Perspektiven problematisiert worden. Der Band greift diese Anregungen auf und liefert Bausteine zu einer Bildungstheorie als gendered suggestion.
Der erste Teil wendet sich der Geschichte zu und thematisiert die nicht-hinterfragten, gleichwohl präsenten geschlechtsspezifischen Implikationen moderner Bildungstheorien. Der zweite Teil erörtertet zum einen konkrete Problemfelder gegenwärtiger Schulpraxis. Der dritte Teil diskutiert die Herausforderungen einer Bildungstheorie als gendered thought im Spannungsfeld von Moderne und Postmoderne. In das Blickfeld geraten dabei die Fragen nach dem Geschlecht als Konstruktion, dem gesellschaftlichen Ort von Bildung sowie der Bedeutung der (neuen) Medien bei der Auflösung oder Affirmierung von Geschlechtsrollen.

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Jahrhundert ebenfalls höchst virulenten Frage nach der Unsterblichkeit der Seele diskutiert. Dabei stellte er die "Bestimmung des Menschen" als eine individuelle, ewige und daher nie abschließend definierbare Vervollkommnungs-Bewegung dar: Der Mensch sei, als höchster "Endzweck der Schöpfung", durch einen "beständigen Fortgang zu einer höheren Stufe der Vollkommenheit" gekennzeichnet, wobei die "Bestrebung und die Fähigkeit, sich vollkommener zu machen" ihren Endpunkt in Gott habe. Da dieser wiederum unendlich sei, bestehe auch das "Ziel dieses Bestrebens [...

Rousseau gibt an dieser Stelle einen Hinweis auf die Zeitgebundenheit seiner Bestimmungen. , 512) zu trauen. , 513) sehen. Gerade in der Notwendigkeit, besondere Sittsamkeit zu leben (damit das gesellschaftliche Leben vernünftig geführt werden könne), liege die besondere Chance zur Größe und zur Herrschaft der Frauen. Die "natürlichen Verhältnisse", die Frauen eigentlich zu Abhängigen und zu Trägerinnen der besonderen Lasten des Geschlechterverhältnisses gemacht haben, warten mit der Überraschung auf, sie zu denjenigen zu machen, die die besondere Chance zur Größe und zur wahren Menschlichkeit hätten.

0. [Kempten]. Dies. (1793, 1794): Die Einsiedlerin aus den Alpen, je Jahr Bde. 1-4. Zürich. Ewald, Johann Ludwig (1802): Die Kunst, ein gutes Mädchen, eine gute Gattin, Mutter und Hausfrau zu werden. FrankfurtlM. Felden, Heide v. (1995): "Rousseau, der sich des Herzens bemächtigte, weil er die Tugend zur Leidenschaft machte" (Sophie von La Roche). Zur Rousseau-Rezeption in Schriften von Frauen in Deutschland um 1800. ): Aufbrüche Anstöße. Frauenforschung in der Erziehungswissenschaft. Oldenburg 11-49.

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