Die Barriere im Kopf: Stereotype und Vorurteile bei Kindern by Claudia Mitulla

By Claudia Mitulla

In der vorliegenden Arbeit wurde weitgehend darauf verzichtet, jeweils die weibliche und die mannIiche Fonn (Schillerinnen und Schiller, bzw. Schiller Innen) zu verwenden. Dies hatte bei der Darstellung der Ergebnisse im empirischen inform nicht mehr durchgehalten werden kannen. Wenn additionally in der Arbeit von Auslandern, Asylbeweroem oder Schillem and so forth. die Rede ist., so ware es schOn, wenn vor dem geistigen Auge der Lesenden auch AusUmderinnen, Asylbeweroerinnen und Schillerinnen auftauchten. eight Der Einheimische kennt zwar den Fremden nichl, kennt aber am ersten Blick, daB es sich um einen Fremden handelt. Karl Valentin nine FragesteUoog ood Uberblick 1 In der Bundesrepublik Deutschland leben 6,9 Millionen Menscben, die keinen deutscben Pall besitzen. Menscben, die keinen deutscben Pall besitzen, werden ungeacbtet ihrer unterscbiedlicben nationalen Herkunft aIs Auslander bezeicb web Sie beillen aucb dann so, wenn sie bier geboren und aufgewachsen sind und die Ursprungsbeimat ihrer Eltem nur aus Erzahlungen oder von Urlaubs aufenthalten kennen. Friiher bieBen die meisten von ihnen einmal Gasta1beiter.

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Holzkamp & ROimnelspacher 1991, Wobbe 1992, Siller 1993) • Einfliisse familiaIer Sozialisation Der EinfluB der familiaIen Sozialisation wurde von verschiedenen Seiten beleuchtet. Wagner (1983), Osterreich (1993), sowie Friedrich et a1. (1991) beobachten einen EinfluB der Schichtzugehorigkeit der EItem. Ein hoheres fonnales 45 Bildungsniveau der Eltern, bzw. lifizierter Beruf wirken sich positiv auf die Einstellung der Kinder gegeniiber Ausliindern aus. Kracke et al. (1993) stellen fest, daB eine zufiiedenstellende Beziehung zu den Eltern mit einer geringeren Ausliinderfeindlichkeit einhergeht.

124S). Personliche Erfalmmgen scheinen wie bei Fuchs & Lamneck (1992) wenig EinfluB auf das Auslanderbild auszutiben. Siegfried Jager (1993) analysierte Tiefeninterviews, die mit Erwachsenen gefuhrt worden waren. Auch er findet iibenviegend Negativbilder. Auslander sind zunachst einmal anders in Bezug auf Aussehen, Mentalitat, Nonnen und Kultur. Vor allem die Sprache, bzw. Sprachprobleme werden genannt. Das Erlemen der deutschen Sprache gilt als unverzichtbar. Wer nicht Deutsch spricht, wird legitimerweise ausgegrenzt.

Interessant ist neben dem Inhalt der Zuschreibungen auch die Art und Weise, in der iiber Auslander gesprochen wird. Vor allem negative Aufierungen werden nicht direkt ausgesprochen, sondem in Argumentationsstrategien verpackt, soda6 der Vorwurf, Auslanderfeindliches zu aufiern, nicht erhoben werden kann. Als ,ja - aber Strategie" bezeiclmet Jager jene typischen Satze, die mit "ich habe ja nichts gegen Auslander" begilUlen und im Anschlufi daran negative Aussagen prasentieren. Eine illmliche Strategie }Xlsitiver Selbstdarstelhmg zur Venneidung von Vorwiirfen ist, sich durch den Hinweis auf eine personliche Bekanntsclk'lft mit einem Auslander als AusUinderfreund darzustellen.

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