Die Bundestagswahl 2002: Analysen der Wahlergebnisse und des by Frank Brettschneider, Jan W. van Deth, Edeltraud Roller

By Frank Brettschneider, Jan W. van Deth, Edeltraud Roller

Charakteristisches Merkmal der Bundestagswahl vom 22. September 2002 conflict ein knappes Wahlergebnis, dem ein Kopf-an-Kopf-Rennen vorausging. Der Wahlkampf warfare von starker Polarisierung, unvorhergesehenen Ereignissen (Flutkatastrophe), Emotionalisierung (Irak) und einer Kritik an der Qualität und Professionalität der empirischen Wahlforschung geprägt. Im Mittelpunkt dieses Bandes steht die examine des Wahlkampfes und der Wahlergebnisse. Im Einzelnen werden folgende Fragen untersucht: Welche Faktoren waren ausschlaggebend für die Wahlentscheidung der Bürger und veränderten sich diese Kriterien während des Wahlkampfes? Hatten Fernsehduelle der Spitzenkandidaten einen dauerhaften Effekt auf die Wahlentscheidung? Welche Rolle spielten die Medien Fernsehen und net im Wahlkampf? was once steckt hinter der sinkenden Wahlbeteiligung und wie lässst sich die kontinuierliche Zunahme der Briefwahl erklären? Unter welchen Bedingungen splitten die Wähler ihre Erst- und Zweitstimmen? Zeichnet sich langfristig eine Annäherung zwischen den Politikangeboten der politischen Parteien ab? Daneben werden neuere methodische Entwicklungen in der Wahlforschung wie Internet-Umfragen und Wahlwetten untersucht.

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Zur 34. Woche im Vergleich zum Zugewinn in der folgenden Woche nur schwach ausgepragt ist. Dieser groBere Anstieg fallt zusammen mit dem ersten Kandidatenduell im Femsehen, bei dem Edmund Stoiber die Aufmerksamkeit auf okonomische Fragen zu lenken suchte. Der Eindruck, dieses Ereignis oder daraufbezogene Medienberichte batten einen Priming-Effekt ausgelOst, verstarkt sich, wenn man den bivariaten Okonomieeffekt auf die Wahl von CDU/CSU und FDP betrachtet. Er buBt im Laufe des Wahljahres zunachst etwas von seiner Starke ein, gewinnt jedoch im Juni und dann nochmals im August und September merklich an Bedeutung.

Opladen: Westdeutscher Verlag, 1998, S. 119-149. Driescher, Frank: Vier Wahlforscher, vier Ansichten. In: Die Zeit 40/2002, S. 5. : The Effects of the 1980 and 1984 Campaigns on Mass Ideological Orientations: Testing the Salience Hypothesis. In: Western Political Quarterly 42 (1989), S. 325346. lSchrott, Peter: Wahlerstimmen durch Wahlkampfe? Eine Analyse der Bundestagswahl1990. In: ZUMA-Nachrichten 34 (1994), S. 7-34. : Campaign Effects on Voter Choice in the German Election of 1990. In: British Journal of Political Science 25 (1995), S.

Die Thematisierungsstrategie dieser beiden Oppositionsparteien verfing also vor allem insofem, als sie einen Bedeutungsverlust dieses Themas verhindem konnten. Der Effekt der Kandidatenorientierung stieg dagegen - bezogen auf die Regierungswahl - im Jahr 2002 deutlich an, so dass die Personalisierungsstrategie der Regierungsparteien eher aufging, wenngleich nicht sie allein fUr die Entwicklung des Kandidateneffekts verantwortlich sein durfte. SchlieBlich gelang es der Hochwasser- und der Irakfrage, wie aus heiterem Himmel bis zum Wahltag einen Einfluss auf das Stimmverhalten zu entwickeln.

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