Die Macht des Namens. Altorientalische Strategien zur by Professor of Ancient Near Eastern History Karen Radner

By Professor of Ancient Near Eastern History Karen Radner

Dieses Buch behandelt ein zentrales Konzept in der mesopotamischen Weltanschauung: den Namen als Grundbestandteil des Menschen, im Leben und nach dem Tod. Im Gegensatz zum organischen Korper ist der identify nicht den Regeln der Sterblichkeit unterworfen und bindet das Individuum auch nach dem Tode ans Diesseits. Um aber diese shape des Weiterlebens zu gewahrleisten, muss der identify so intestine wie moglich - mundlich wie auch schriftlich ("geschriebener identify" = Inschrift) - verankert werden; der Bewahrung des Namens kommt deshalb uber die Rolle als Gliederungselement von Erinnerung hinaus die Funktion zu, seinen Trager am Leben zu erhalten.Damit versteht sich die Arbeit als ein Beitrag zum Umgang mit dem Tod, fur Mesopotamien ein kaum erforschtes Gebiet. Die diachrone Behandlung des Themas anhand von Keilschrifttexten aus dem three. bis 1. vorchristlichen Jahrtausend zeigt, dass der identify als Mittel zum Selbsterhalt eine Konstante der altorientalischen Geisteswelt ist. Es gibt allerdings Entwicklungen, die sich am besten fur den "geschriebenen Namen" fassen lassen, fur dessen Konzeption einschneidende Veranderungen festzustellen sind: Der sich wandelnde Umgang mit dem Namen spiegelt den Wandel im Umgang mit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in Mesopotamien wider.

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Daß die Stele Opfer erhalten sollte, bedeutet implizit, daß sie in den Kontext kultischer Handlungen gestellt wurde,281 wenn auch deren Natur aufgrund der Auffindung des Stücks in sekundärem Kontext in Babyion unklar bleiben muß. s-resa-u1;lur belegt somit, daß die für das IH. und frühe H. Jt. nachgewiesene Vorsorge für den Erhalt von Stelen, Statuen und anderen Objekten durch die Einrichtung von Versorgungsfonds auch noch im I. Jt. praktiziert wurde und daß dieser Schritt für zumindest einige der in Tabelle 1 angeführten Gegenstände anzunehmen ist, insbesondere die Statuen und Stelen.

CANCII

32o Hier wird "Name" in der Bedeutung von "Nach- 324Claus WILCKE habe ich zu seinen Bemerkungen zu dieser Floskel zu danken. Vgl. dazu auch MORAN 1987: 135. L. RICHTER 2002: 182f. 319Vgl. auch die entsprechende Diskussionen bei DURAND 1988: 275 und VEENHOF 1989: 519. 320 Etana 11 140, vgl. dazu S. 78. §-ku-un-ka. §akänum mit doppeltem Akkusativ vgl. auch Anm. 460. G. WESTEN HOLZ 1997: 196: Nr. §ar-ri-im. §a-ki-in. u 10 92: 21b-28 = DURAND 2000: 413-415: Nr. §u-ku-un. 326 ARM d /je-bat u 327Interessant ist hier die Überlieferung von Anekdoten und Kuriositäten, die eng mit den sogenannten historischen Omina" zusammenhängt und offenbar unbeeinflußt von den Bemühungen der Herrscfler "um ihr Nachleben tradiert wurden, vgl.

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