Die Ökonomie der Gesellschaft by Sylke Nissen, Georg Vobruba

By Sylke Nissen, Georg Vobruba

Ökonomie findet in der Gesellschaft statt. Wo sonst? Um aus dieser Einsicht ernsthaft Konsequenzen ziehen zu können, müssen die Selbstverständlichkeiten der ökonomischen Theorie soziologisch aufgelöst werden.

Mit Beiträgen von Elmar Altvater, Jens Beckert, Peter Bleses, Christoph Deutschmann, Rainer Diaz-Bone, Jürgen Gerhards, Kurt Hübner, Martin Kohli, Harald Künemund, Holger Lengfeld, Sylke Nissen, Adam Przeworski, Georg Vobruba

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Dieses ist das Äquivalenzprinzip, und es bestimmt den normativen Gehalt der Konvention, denn dieses Prinzip verweist einmal auf eine „Vision“ für die Verfassung eines idealen Gemeinwesens (sei es die ideale Familie, der ideale Markt oder die ideale industrielle Planung). Zum anderen stellt es das Prinzip dar, auf dessen Grundlage Wertigkeiten vergleichbar werden (was nicht deren Gleichmachung bedeutet). Konventionen beinhalten die Referenz auf ideale Zustände, denn sie erhalten ihre Wirkmächtigkeit durch das Versprechen, eine bestimmte Form des Allgemeinwohls anzustreben.

In einem solchen Schema funktioniert die Mechanik der Macht über die Hierarchie der beiden Konventionen. Die Priorität, die der Stabilität der Lohnsetzung eingeräumt wird, bedeutet für die Lohnabhängigen, dass sie die Auswirkung von Marktschwankungen auf das Beschäftigungsniveau akzeptieren müssen. Umgekehrt muss der Unternehmer die Interessen der Lohn- Konventionen und Arbeit 47 abhängigen im Bereich der Produktion berücksichtigen. Es besteht also dort eine Art Verpflichtung (mit ungleichen Erträgen für die einen und die andern) zur Kooperation.

J. Rössel 2004. Kunst und Preise. Reputation als Mechanismus der Reduktion von Ungewissheit am Kunstmarkt. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 56, 32-50. Boltanski, L. 1990. Die Führungskräfte. Die Entstehung einer sozialen Gruppe. Frankfurt a. , New York: Campus. Burt, R. 1992. Structural Holes. The Social Structure of Competition. Cambridge, MA: Harvard University Press. Chamberlin, E. 1933. The Theory of Monopolistic Competition. Cambridge: Cambridge University Press. Dequech, D.

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