Geschlechterverhältnisse in der Schule by Monika Stürzer, Henrike Roisch, Annette Hunze, Waltraud

By Monika Stürzer, Henrike Roisch, Annette Hunze, Waltraud Cornelißen

Das Lernen in der Schule findet innerhalb von strukturellen Rahmenbedingungen statt und ist immer abhängig von den beteiligten AkteurInnen. SchülerInnen und LehrerInnen machen in diesem Lebensraum je unterschiedliche Erfahrungen mit ihren Interaktionspartnern und mit den strukturellen Voraussetzungen des Schulalltags. Das Buch untersucht diese Zusammenhänge auf der foundation des aktuellen Forschungsstandes in Bezug auf Schulleistungen, Interessen und Interaktionsprozesse. Es geht auf die Koedukationsdebatte ein und gibt einen Überblick über die strukturelle Geschlechterverteilung innerhalb der Schulorganisation. Die Ergebnisse der Schulbuchforschung zu Geschlechtsrollenstereotypen werden diskutiert und es wird ein Überblick über geschlechterdifferenzierende Forschung zum Einsatz neuer Medien in der Schule gegeben. Die dargestellten Forschungsergebnisse werden kritisch reflektiert und auf ihre aktuelle Gültigkeit hin überprüft.

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Geschlechterverhältnisse in der Schule

Das Lernen in der Schule findet innerhalb von strukturellen Rahmenbedingungen statt und ist immer abhängig von den beteiligten AkteurInnen. SchülerInnen und LehrerInnen machen in diesem Lebensraum je unterschiedliche Erfahrungen mit ihren Interaktionspartnern und mit den strukturellen Voraussetzungen des Schulalltags.

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Die berufsbezogene Geschlechterstereotypisierung traf die Frauen allerdings noch immer stärker als die in den Schulbüchern dargestellten Männer, von denen 39% in reinen Männerberufen gezeigt wurden. Männer wurden häufiger auch in Frauenberufen präsentiert als Frauen in Männerberufen (31% zu 12%). Das "männliche" Arbeitsmarktsegment scheint in der Berufswelt der von Viktoria Lindner und Helmut Lukesch untersuchten Schulbücher stärker gegenüber Frauen abgeschottet zu sein als umgekehrt das "weibliche" Segment für Männer (vgl.

Schulbuchanalysen, die dem "Gleichstellungsansatz" folgen, fokussieren die Präsentation der Geschlechter in der Arbeitswelt und vernachlässigen dabei die Analyse der Inszenierungen von Frauen und Männern in der Familie, bei der Hausarbeit und Kindererziehung. Ulrike Fichera (1996) stellt in ihrer Sekundäranalyse fest, dass der Gleichstellungsansatz, der einzig die Diskriminierung von Frauen im Blick hat, in der Schulbuchforschung an Bedeutung verloren hat. Im Mittelpunkt stehen in neueren Untersuchungen Darstellungen beider Geschlechter.

Wie auch in anderen Berufen und Tätigkeitsbereichen zeichnet sich in der Schule eine nach Geschlecht differenzierte horizontale wie vertikale Segregation ab. Lehrer und Lehrerinnen münden in je unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse. Die meisten Lehrer sind Vollzeit beschäftigt. Bei den Lehrerinnen übersteigt der Anteil der T eilzeitbeschäftigten den der Vollzeitbeschäftigten in geringem Maße und liegt weit über dem Anteil der in Teilzeit beschäftigten Männer. Auch auf die verschiedenen Schultypen verteilen sich Männer und Frauen je unterschiedlich.

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